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Ausbildung und Lehre

Der ÖATA ist eine staatlich anerkannte Ausbildungseinrichtung für Transaktionsanalytische Psychotherapie. 2009 hat der ÖATA einen Kooperationsvertrag mit der Donau Universität Krems (DUK) abgeschlossen und bietet seit Februar 2010 die Ausbildung zum/zur Transaktionsanalytischen Psychotherapeuten/in an. Nächster Ausbildungsstart ist im Herbst 2016.
Anmeldungen werden über die Kontaktdaten des Vorstandes, oeata@aon.at oder telefonisch: 0664- 736 12 896 oder bei den einzelnen Lehrenden jederzeit gerne entgegen genommen!

Das Ziel einer Ausbildung im ÖATA ist die Entwicklung und Reifung der Therapeutenpersönlichkeit und der therapeutischen Wirksamkeit, eines feinfühligen Umgangs mit Menschen und deren Leidenszuständen sowie der Wahrnehmung und Reflexion der eigenen Reaktionen im therapeutischen Geschehen (Gegenübertragung und Reflexionsfähigkeit).
Unsere Ausbildungsphilosophie ruht auf drei Säulen:

  • Lernen findet als lebendiges Austauschgeschehen zwischen Kandidaten/innen, Lehrenden und im Verein des ÖATA statt
  • Erlernen von Theorie und Praxis ist eingebettet in einem offenen, sich selbst organisierenden Beziehungsgeschehen
  • Therapeutische Identität wird verstanden als differenzierte Wesenseinheit von Persönlichkeit und reflektiertem begründbarem Handeln

Die Ausbildung verläuft in zwei Abschnitten:

Das Grundcurriculum  besteht aus einem 7-semestrigen Lehrgang in Kooperation mit der  Donau Universität Krems (DUK) mit den Schwerpunkten:

a) Transaktionsanalytische Theorie

b) Psychotherapeutisches Praktikum und

c) Lehranalyse

Im 3. Ausbildungsjahr (ab dem 5. Semester) besteht die Möglichkeit, die Prüfung zum Kontrollstadium abzulegen; damit ist der Kandidat / die Kandidatin zur psychotherapeutischen Tätigkeit unter Supervision berechtigt.

Das Kontrollstadium findet im Rahmen des ÖATA statt und dauert, je nach den individuellen Lernfortschritten ca. 3 Jahre oder je nach persönlichen Bedingungen  & Lernfortschritten länger.  Schwerpunkt ist hier die therapiepraktische Ausbildung.

Mit dem Ausbildungsabschluss erfolgt die Graduierung zum/zur Transaktionsanalytischen Psychotherapeut/in im ÖATA. Die Berechtigung zur Eintragung in die PsychotherapeutInnenliste des BMfG erfolgt nach vorherigem Abschluss an der DUK.  Als akademischer Grad wird ein  Master of Science (MSc) oder der Titel „Akademische/r PsychotherapeutIn“ erworben. Voraussetzung für den Abschluss der Ausbildung in Transaktionsanalytischer Psychotherapie ist die Annahme der schriftlichen Abschlussarbeit (Masterthesis) und die kommissionelle Prüfung.

Ausbildungsübersicht
Tiefenpsychologische Transaktionsanalyse

 

Fakten zur Ausbildung im ÖATA

Lehrgangsleitung:

  • Elfriede Wieser, 0676-4103252, e.wieser@aon.at

Curriculuminhalte im Rahmen des Universitätslehrgangs (550 Stunden)

  • Theorie der gesunden und psychopathologischen Persönlichkeitsentwicklung (60 Stunden)
  • Methodik und Technik (100 Stunden)
  • Persönlichkeits- und Interaktionstheorie (50 Stunden)
  • Spezielle Theorien (90 Stunden)
  • Identitätsentwicklung zum/zur PsychotherapeutIn (100 Stunden)

Curriculuminhalte im Rahmen des ÖATA

Für die Graduierung zum/zur PsychotherapeutIn und für den Abschluss des Universitätslehrgangs sind folgende weitere Ausbildungsinhalte erforderlich:

  • Lehrtherapie (min. 200 Stunden, davon sind 40 Stunden Gruppenselbsterfahrung im DUK-Lehrgang enthalten und mindestens 160 Stunden (Einzelselbsterfahrung) im Rahmen des ÖATA)
  • 600 Anwendungsstunden (selbständige Arbeit mit PatientInnen/KlientInnen unter Supervision, mind. 120 Stunden)
  • Weitere Arbeitseinheiten: Pflichtseminare im ÖATA, Literaturstudium, Dokumentation Langzeitfall (mind. 70 Stunden)
  • Praktikum (550 Stunden) während des DUK-Lehrgangs
  • Ausführliches Curriculum (Download)

Gesetzliche Zulassungsbedingungen:

  • Die gesetzlichen Zulassungsbedingungen zur Ausbildung im Fachspezifikum sind gemäß §10 des Psychotherapiegesetzes (1) erfolgreicher Abschluss des psychotherapeutischen Propädeutikums, (2) die Vollendung des 24. Lebensjahresund (3) ein Quellenberuf gemäß Abs. 2 Z 5-9.

Aufnahmeverfahren in die fachspezifische Ausbildung im ÖATA

Als Ausbildungsinteressent richten sie ein formloses, schriftliches Ansuchen um Aufnahme in die fachspezifische Ausbildung an den Vorstand des ÖATA.

  • Zugangsvoraussetzungen gemäß PthG (1990)
  • Erfüllung der Aufnahmemodalitäten (siehe DUK-HP)
  • Drei positive Aufnahmegespräche bei LehrtherapeutInnen (beiderlei Geschlechts)
  • Beschluss des Lehrkollegiums  und des Vorstandes zur Aufnahme in die Ausbildung

 

Kosten der Ausbildung

  • Lehrgang Donau Universität Krems (550 UE  / 180 ETCS): EUR € 15.400 (lt. Indexanpassung 2016)
  • Im Rahmen des ÖATA: ca. EUR 21.000 – 22.500,00;  darin berücksichtigt  sind Kosten für Einzellehrtherapie, Supervisionen im Kontrollstadium, einzelne Seminare im Kontrollstadium im ÖATA sowie die jährlichen Mitgliedsbeiträge (für Verwaltungsaufgaben) und die Aufnahmegebühr.
  • Für die psychotherapeutische Arbeit unter Supervision im Kontrollstadium (600 Stunden) kann ein Honorar mit ca.  EUR 50,00 je Stunde verrechnet werden, womit die Ausbildungskosten verringert werden.
  • Die Gesamtkosten variieren je nach (zusätzlicher) Anzahl der benötigten Lehrtherapie- und Supervisionsstunden.